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Monsun bedroht Menschen in Bangladesch

15.07.2019

Heftiger Monsun-Regen hat im Norden von Bangladesch zu Überschwemmungen geführt. Das SRK leistet in seinen Projektgebieten im Distrikt Gaibandha Nothilfe. 500 besonders bedürftige Familien erhalten Bargeld, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen.

Nach den starken Niederschlägen hat das SRK im besonders stark betroffenen Distrikt Gaibandha, wo es langfristige Projekte umsetzt, erste Massnahmen ergriffen und seine Präsenz verstärkt. Mit Blick auf die sich zuspitzende Lage erhalten 500 besonders bedürftige Familien finanzielle Unterstützung, um sich selber zu schützen und mit dem Nötigsten zu versorgen. Diese Unterstützung wird erfahrungsgemäss insbesondere für die Stabilisierung der dürftigen Behausungen, Grundnahrungsmittel, Medikamente und Transportmittel eingesetzt.

Besonders bedroht sind verletzliche Familien in abgelegenen Gebieten. Bei Hochwasser droht ihnen der Verlust der Lebensgrundlage, wenn ihre Ernten und Häuser weggeschwemmt werden. In den kommenden Tagen wird im Norden von Bangladesch mit starken Fluten gerechnet werden.

Vorsorge in den Camps

Das SRK verfolgt die angespannte Situation auch in den Nachbarländern Nepal und Indien sowie in den Flüchtlingscamps von Cox‘s Bazar im Süden des Landes. Die schweren Regenfälle haben in den Flüchtlingslagern bereits zu Landrutschen geführt und über 1800 Behausungen beschädigt oder zerstört. Der Rote Halbmond von Bangladesch ist mit Katastrophen-Teams vor Ort und verteilt Hilfsgüter wie Blachen, Seile und Werkzeuge, um die einfachen Unterkünfte zu verstärken, sowie Schlafmatten und weitere Bedarfsmittel für die betroffenen Familien. Der Einsatzleiter des Roten Halbmondes betont angesichts der noch zu erwartenden Niederschläge:

Es ist enorm wichtig, dass die betroffenen Familien frühzeitig erreicht und mit Notmaterial versorgt werden, um eine grössere Katastrophe zu verhindern.

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Cox's Bazar in Bangladesch, das grösste Flüchtlingslager der Welt. Mittlerweile leben hier über eine Million Menschen. Auf einem Gelände, das etwas kleiner ist als Genf. Mit Nothilfe ist hier kaum noch etwas zu bewirken. Wir setzen deshalb auf eine längerfristige Gesundheitsversorgung.

Zusammen mit dem Roten Halbmond von Bangladesch, den Behörden und anderen Partnern haben wir in diesem Jahr drei Gesundheitszentren aufgebaut. Täglich werden hier durchschnittlich 150 Menschen behandelt. Viele haben Fieber, leiden an akutem Durchfall oder an Hautkrankheiten. Ein Drittel der untersuchten Kinder unter fünf Jahren zeigt Anzeichen von Unterernährung. Mangelernährung in den ersten fünf Jahren führt zu Fehlentwicklungen, die später nicht mehr kuriert werden können.

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