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Kindheit im Provisorium – Hilfe für syrische Flüchtlinge

Es ist eine Zwischenlösung, die zum traurigen Dauerzustand geworden ist: Seit bald 10 Jahren warten tausende syrische Flüchtlingsfamilien auf die Rückkehr in ihre Heimat. Der öde Alltag, die Armut und die unerfüllte Hoffnung auf Frieden in Syrien zehren unerbittlich an den Menschen. Herzlichen Dank, dass Sie mit Ihrer Spende helfen, die Not und den Hunger im herannahenden Winter bestmöglich zu lindern.

Unterstützung der syrischen Flüchtlingsfamilien im Libanon

Inass und ihr kleiner Bruder

Heimat? Inass schaut uns mit grossen, traurigen Augen an. Sie war noch sehr klein, als ihre Eltern alles aufgeben mussten, um vor dem Krieg in Syrien in den Libanon zu flüchten. Das ist acht Jahre her – eine halbe Ewigkeit, fast ihre ganze Kindheit: Inass hat keine Erinnerung an die Heimat.

Die Familie lebt mit hunderten anderen Flüchtlingen aus Syrien in einem Durchgangslager im Nordlibanon, nahe der Grenze zur Heimat.

«Natürlich möchten wir zurück. Nach Hause. Zu unseren Liebsten », sagt Aziza Abdallah, die Mutter von Inass leise und schaut zu Boden. «Aber wir haben alles verloren: Unser Haus ist von den Bomben zerstört, unsere Schafe wurden getötet. Und Geld haben wir auch keines mehr.»

So geht es den meisten Geflohenen: Nach Jahren auf der Flucht oder in Lagern sind die Ersparnisse aufgebraucht, die Not wird mit jedem Tag nur grösser. Im ohnehin armen Libanon findet sich Arbeit höchstens auf dem Feld – für einen mageren Lohn von zwei US-Dollar pro Tag, als Frau verdient Aziza die Hälfte. Die Flüchtlingsfamilien sind gefangen im Warteraum zur Heimat, das Provisorium wird zum Dauerzustand, Armut zum Alltag.

«Ich weiss nicht, was wir ohne das Rote Kreuz machen würden», sagt Aziza Abdallah dankbar. «Dank ihm haben wir mindestens zu essen.» Gemeinsam mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) unterstützt das Libanesische Rote Kreuz Flüchtlingsfamilien mit monatlichen Lebensmittelpaketen. Denn obschon Aziza Abdallah jeden Tag arbeitet: In dieser abgelegenen Gegend fehlt es an Einkaufsmöglichkeiten, es gibt keine Märkte oder Geschäfte.

«Am liebsten esse ich Spaghetti», erzählt Inass so schelmisch, wie es ein Kind auch hier in der Schweiz sagen könnte. Und zum ersten Mal ist da ein kleines Leuchten in ihren Augen. Sonst könnte ihr Leben unterschiedlicher nicht sein: Draussen spielen kennt Inass nicht. Sie muss fast immer in der zu kleinen, stickigen Hütte bleiben, weil ihre Mutter Angst hat – denn der Alltag draussen im Lager ist ruppig.

Der einzige Lichtblick ist die Schule. Inass lernt jeden Morgen besonders fleissig, denn einen Traum hat sie doch: Wenn sie gross ist, möchte sie Ärztin werden. Bildung ist die einzige Hoffnung der ganzen Familie auf ein besseres Leben – dafür setzt sie alles ein.

Wir danken Ihnen herzlich, dass Sie an unserer Seite mithelfen: Die Hoffnung von Flüchtlingsfamilien auf eine bessere Zukunft in Frieden und Sicherheit darf nicht sterben. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sie Schritt für Schritt Wirklichkeit wird – setzen wir uns zusammen jeden Tag aktiv dafür ein.

Unsere Hilfe wird dringend gebraucht!

Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln durch das SRK deckt die dringendsten Bedürfnisse der syrischen Flüchtlingsfamilien im Libanon – und ist gerade im nahenden Winter überlebenswichtig. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung. Ihre Spende hilft Menschen im Libanon und kann in weitere Projekte zugunsten von Menschen in Not fliessen.

Situation im Libanon

4.2 Millionen

4.2 Millionen

Im Libanon leben 4,2 Millionen Menschen

1,1 Millionen

1,1 Millionen

1,1 Millionen Menschen sind aus Syrien in den Libanon geflohen

1'000 Lebensmittelpakete

1'000 Lebensmittelpakete

Monatlich finanziert das Schweizerische Rote Kreuz 1'000 Lebensmittelpakte für die Flüchtlinge im Libanon