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Rettungsanker im Amazonas

Wo niemand sonst hinkommt, helfen wir.

«Sie sind da, sie sind da!», schallt es aufgeregt durch Aguas Blancas. Diana Mamallacta (28) spitzt die Ohren, dann vernimmt auch sie das entfernte Tuckern eines Dieselmotors. Voller Erleichterung drückt sie ihre beiden Mädchen an sich: Die Ärzte kommen! Ihr kleines Dorf, tief versteckt im Amazonasregenwald, ging nicht vergessen!

Fast ein Drittel der Menschen in Ecuador leben in Armut, in Regionen mit indigener Bevölkerung wie hier im Kanton Putumayo sind es sogar über 70 Prozent. Das Leben in Amazonasdörfern wie Aguas Blancas ist ein trügerisches Idyll im Regenwald: Armut und Entbehrung prägen den Alltag, es gibt kaum medizinische Versorgung vor Ort.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) unterhält deshalb mit seiner lokalen Partnerorganisation mobile Gesundheitsteams, um Rettung, Versorgung und Unterstützung direkt zu den Menschen zu bringen. Und das geht in diesem unwegsamen Gelände nur mit dem Boot. Mit den nötigen Instrumenten und Medikamenten an Bord fahren die Teams los, von Dorf zu Dorf, flussauf und -ab. Hierhin verirrt sich niemand per Zufall – das SRK ist als einzige internationale Hilfsorganisation präsent. Und nur gemeinsam mit Ihnen, liebe Spenderin, lieber Spender, können wir diesen Menschen in Not helfen, die von der Welt vergessen gingen!

Im Dorfzentrum warten die Patientinnen und Patienten geduldig, bis sie an der Reihe sind. Dianas dreijährige Tochter Andribell wird von der Zahnärztin untersucht. Strahlend präsentiert das Mädchen seine weissen Milchzähnchen. Mariana Morales wischt sich den Schweiss von der Stirn:

Pro Tag behandeln wir etwa 55 Personen, am nächsten Tag sind wir dann im nächsten Dorf. Aber wir sind ein eingespieltes Team und kennen die grössten medizinischen Probleme der Gegend.

Nebst den kostenlosen Behandlungen zählen Aufklärung und Prävention zu den Hauptaufgaben der Teams. Und besonders zentral: Problematische Schwangerschaften werden frühzeitig erkannt. Denn die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate in der Region ist erschreckend hoch, da Frauen oft ohne medizinische Hilfe zuhause gebären. Treten Komplikationen auf, steht selten ein schnelles, vollgetanktes Boot bereit.

Diana Mamallacta erinnert sich an ihre zweite Schwangerschaft. Bei einer Voruntersuchung erkannte die Ärztin, dass es bei der Geburt Komplikationen geben könnte, und überwies sie an das nächstgelegene Gesundheitszentrum. «Ohne diese Ärztin», meint sie nachdenklich und küsst ihre Kleinste auf die Stirn, «wäre ich oder mein Baby bei der Geburt vermutlich gestorben.»

Wir sind da. Wir helfen. Weltweit, auch mitten im unwegsamen Amazonasgebiet. Mit Ihnen an unserer Seite gehen wir auch dort weiter, wo alle anderen umkehren oder sich nicht hinwagen. Wir sorgen für Menschen, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen. Herzlichen Dank, dass Sie uns bei dieser grossen Aufgabe unterstützen.

Ihre Spende hilft notleidenden Menschen mitten im Regenwald oder in anderen abgelegenen Regionen und kann in weitere Projekte zugunsten von Menschen in Not fliessen.

Mehr Informationen: www.redcross.ch